25 Jahre Herztöne


Impressionen 125 Jahre Kirchenchor Herrischried Und Investitur Pfarrer Stahlberger

(BZ 24.11.2014) Ein großer Rahmen für zwei Feste

Investitur von Pfarrer Bernhard Stahlberger und 125 Jahre Kirchenchor Herrischried wurden zusammen gefeiert.Auf hochstehendem Niveau boten die Kirchenchöre von Strittmatt und Herrischried die Krönungsmesse von Mozart.


HERRISCHRIED. Die Feierlichkeiten anlässlich des 125. Jubiläums vom Kirchenchor Herrischried, sowie Pfarrer Bernhard Stahlbergers Investitur in der Kirchengemeinde St. Zeno wurden am Sonntag in großen Rahmen in der Herrischrieder Kirche gefeiert. Dekan Peter Berg leitete die Investitur im Namen des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger und bezeichnete die offizielle Einführung von Pfarrer Stahlberger als "Neuanfang".

Die Kirche stehe heute immer öfter vor Zukunftsfragen, so Dekan Berg. Fragen, die mit der Zusammenführung der Seelsorgeeinheiten den Hotzenwald aktuell betreffen. Dekan Berg wünschte Stahlberger einen symbolischen "Schlüssel der Liebe", um die Herzen der Gläubigen zu erschließen, und sie auf dem Weg "dem Herrn entgegen zu leiten" (Berg).


Mit der Überreichung der Ernennungsurkunde an Pfarrer Stahlberger, nahm dieser seine Pflichten zur gemeinsamen Gestaltung des kirchlichen Gemeindelebens an. Festlich setzten sogleich die Kirchenchöre Herrischried und Strittmatt mit ihrer voluminösen Gesangeinlage des "Kyrie" und "Gloria" aus der Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart ein. Später folgte noch das "Sanctus Benedictus" aus der gleichen Messe von Mozart.


Die anschließende Eucharistiefeier wurde dann zu einem musikalischen Triumpf, die mit hochkarätigen Beiträgen der Trachtenkapelle Herrischried auf der Empore (unter anderem Geigensolo "Giudita") und gemeinsam gesungener Kirchenlieder die Anlässe gebührend würdigte. In jener Feierlichkeit ernannte Pfarrer Stahlberger nach bischöflichem Auftrag auch noch den Feuerwehr-Gesamtkommandanten Christian Dröse zum Kommunionshelfer.


Das Grußwort der politischen Gemeinden überbrachte Bürgermeister Christof Berger und überreichte der Kirchenchor-Vorsitzenden Barbara Matt einen Scheck. Auch seine Kollegen Zäpernick und Quednow wohnten der Feier bei. Die Gastchöre Strittmatt, Todtmoos und Rickenbach beglückwünschten den Cäcilienverein Herrischried zu seinem langjährigen Bestehen und beschenkten die Sänger mit Gedichten, Liedern und Worten.


Weise Worte richtete Vorsitzender des Pfarrgemeinderats Josef Vogt an die Versammelten. "Wir hatten einst fünf Pfarrer, nun teilen wir einen einzigen miteinander". Vogt sprach von dem "bevorstehenden Umbruch, den Aufbruch jedoch müssen wir selber in die Hand nehmen", so Vogt, und bezog sich auf das aktive Mitgestalten des Gemeindelebens. Den Kirchenchören dankte Vogt für die Stabilität, die sie durch viele Zeitwandel hinweg vermittelten. Abschließend vergab Pfarrer Stahlberger dem Kirchenchor genau 125 Rosen und wandte sich an die gefüllten Bankreihen: "Ich bin gerne auf dem Wald – ich mag Sie einfach alle", was mit kräftigem Applaus aufgefasst wurde.